Freistaat Thüringen Freistaat Thüringen - Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie

Inhalt

Solarinitiative 2009

Mit der „Solarinitiative Thüringen“, die 2007 gestartet wurde und mit einem neuen Maßnahmepaket auch über das Jahr 2009 hinaus weitergeführt wird, will die Landesregierung den Freistaat als weltweit renommierten Produktions- und Forschungsstandort für Solartechnik positionieren.

In der 2. Phase der Solarinitiative sollen vor allem zusätzliche Investitionen angeschoben und die verstärkte Anwendung der Thüringer Solartechnik in Thüringen unterstützt werden. Darüber hinaus wird künftig auch die Fachkräftesicherung eine zentrale Rolle spielen. Die Solarbranche Thüringen entwickelt sich zunehmend zu einer industriellen Leitbran­che, in der bis heute bereits Tausende qualifizierte Arbeitsplätze entstanden sind.

Die im Teil 1 der „Solarinitiative Thüringen“  angekündigten Maßnahmen, die bis 2009 bereits umgesetzt bzw. angeschoben sind, finden Sie hier.

Phase 2 der Initiative wurde in enger Abstimmung mit der Thüringer Solarwirtschaft konzipiert und umfasst folgende konkrete Maßnahmen:

1. Zulieferstrukturen stärken

Verstärktes Augenmerk wird in den kommenden Jahren auf den Ausbau der Zulieferstrukturen für die Solarbranche in Thüringen gelegt. Die An­siedlungsbemühungen des Landes werden deshalb auf Zuliefer- und Ausrüsterfirmen für die Solarwirtschaft konzentriert. Um Unternehmen der Solarbranche mit potentiel­len Thüringer Zulieferern – z.B. aus der Automobilindustrie – zusammenzubringen, wird eine Kooperationsbörse organisiert.

2. Anwendung der Solartechnik in Thüringen forcieren

In Erfurt wird ein „Demonstra­tions- und Informationszentrum Erneuerbare Energien“ gegründet. Darüber hinaus werden größere Brachflächen und Gewer­bestandorte auf ihre Eignung zur Errichtung von Solaranlagen untersucht.

3. Solarforschung ausbauen

Gezielte Förderung von Infrastruktur- und Forschungs­vorhaben der universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen Thürin­gens. So soll die Grundlagenforschung an der TU Ilmenau unter Leitung der neuen Stiftungsprofessur Photovoltaik ausgebaut werden. Gestärkt werden auch die vorhan­denen Forschungskompetenzen auf dem Gebiet der Dünnschicht-Photovoltaik an der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) und dem Institut für Photonische Technologien (IPHT) in Jena.

4. Fachkräfteverfügbarkeit sichern

Unter Federführung des Thüringer Branchennetzwerks SolarInput e.V. wird bis ein strategisches Konzept zur Fachkräfte­sicherung, Bildung und Nachwuchsförderung im Bereich Solartechnik erarbeitet. Die­ses beinhaltet auch eine periodische Erhebung des Bildungs- und des konkret zu erwar­tenden Personalbedarfs der Thüringer Solarwirtschaft. In enger Kooperation mit Unter­nehmen und Hochschulen sollen unter anderem duale Studiengänge entwickelt wer­den, die Berufsausbildung und Studium kombinieren. 

5. Marketing in den Standort Thüringen verstärken

Für das Standortmarketing und die Investorenakquisition wird sich das Land an der weltgrößten Photovoltaik-Konferenz EUPVSEC in Hamburg mit einem eigenen Thüringer Gemein­schaftsstand beteiligen. Die Teilnahme an weiteren Messen und Konferenzen der Solar­branche soll folgen. Gleichzeitig wird die internationale Kongressreihe „Bauhaus.SO­LAR“ mit finanzieller Unterstützung des Landes fortgesetzt, um den Solarstandort Thü­ringen mit einer international anerkannten wissenschaftlichen Fachveranstaltung weiter zu etablieren.

6. Clusterbildung unterstützen

Thüringen wird neben der SolarInput-Geschäftsstelle auch die Geschäftsstelle des in Erfurt angesiedelten Dachverbands des Spitzenclusters „SolarValley Mitteldeutschland“ durch Förderung unterstützen.